Blasenentzündung – Ursachen, Vorbeugung, Behandlung

Starker Harndrang und Brennen beim Wasserlassen – eine Blasenentzündung, auch Zystitis genannt, ist eine unangenehme Sache, die in den meisten Fällen jedoch harmlos verläuft und nur von kurzer Dauer ist – man spricht dabei auch von einer einfachen Zystitis. In seltenen Fällen kann es aber auch zu Komplikationen, wie bspw. einer Nierenbeckenentzündung kommen. Beim Auftreten von Symptomen, die auf eine Blasenentzündung hindeuten, ist es also ratsam, einen Arzt aufzusuchen.


Neben den typischen Symptomen, wie starkem Harndrang und einem brennenden Gefühl beim Wasserlassen, können übrigens auch noch andere Symptome auf eine Blasenentzündung hindeuten. Dazu gehören etwa nächtlicher Harndrang, Schmerzen im Bereich der Blase, erschwertes Wasserlassen sowie Schmerzen in der Blasengegend (auch plötzlich auftretend in Kombination mit starkem plötzlichem Harndrang).


So entstehen Blasenentzündungen

In den allermeisten Fällen sind Bakterien für das Entstehen von Blasenentzündungen verantwortlich. Es handelt sich dabei so gut wie immer um die sogenannten E. Coli Bakterien (Escherichia Coli). E. Coli Bakterien kommen in unserem Darm vor und sind dort auch vollkommen unproblematisch, gelangen sie allerdings in die Harnröhre und in weiterer Folge in die Blase, können sie unangenehme Entzündungen auslösen.


Dabei sind vor allem Frauen betroffen, da die Harnröhre bei Frauen mit ca. 2,5 bis 4 cm viel kürzer ist als bei Männern (ca. 20 cm). Aber auch Männer sind nicht vor einer Blasenentzündung gefeit – mit zunehmendem Alter wird das Auftreten einer Zystitis auch bei Männern wahrscheinlicher. Treten bei einem Jungen vermehrt Blasenentzündungen auf, sollte die Ursache unbedingt vom Urologen abgeklärt werden.


In Ausnahmefällen werden Blasenentzündungen nicht durch E. coli Bakterien, sondern durch Viren, Parasiten oder sogar Pilze hervorgerufen. Auch andere Bakterien, wie etwa Staphylokokken, können für die Entstehung einer Blasenentzündung verantwortlich sein.


Wie werden Blasenentzündungen behandelt?

Wenn sich eine Blasenentzündung bemerkbar macht, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen. Das gilt vor allem für Schwangere, da eine nicht richtig therapierte Blasenentzündung während der Schwangerschaft Komplikationen, wie bspw. ein verringertes Geburtsgewicht, nach sich ziehen kann (wenn auch nur in Ausnahmefällen). Doch auch Diabetiker sollten auf der Hut sein und beim Verdacht einer Zystitis möglichst schnell einen Arzt konsultieren, da Blasenentzündungen bei Zuckerkranken tendenziell mit einem schwereren Verlauf einhergehen.


Hat die Blasenentzündung eine bakterielle Ursache, wird vom Arzt in der Regel Antibiotika verschrieben. Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen kann es notwendig sein, eine Urinkultur anzulegen, da auch untypische Erreger wie etwa Pilze hinter der Entzündung stecken können – in diesem Fall werden vom Arzt sogenannte Antimykotika verschrieben.


Es gibt auch ein paar Hausmittel, die sich bewährt haben und unterstützend zur ärztlichen Behandlung eingesetzt werden können:

  • Viel trinken und möglichst oft auf die Toilette gehen: Auch wenn das Wasserlassen schmerzt, sollten mindestens 2 Liter täglich getrunken werden und die Toilette bei Harndrang möglichst schnell aufgesucht werden – so wird die Harnröhre öfter ausgespült und dabei Bakterien ausgeschieden. Wird der Harndrang hingegen unterdrückt, können sich die Bakterien umso besser vermehren.

  • Blasentees: In Apotheken finden sich verschiedene Teesorten, die krampflösend wirken und die Urinausscheidung fördern. Derartige Teesorten sind für die unterstützende Behandlung von Blasenentzündungen ideal geeignet - am besten lässt du dich diesbezüglich in der Apotheke deiner Wahl beraten.

  • Wärme: Mit einer Blasenentzündung geht oftmals eine verkrampfte Blasenmuskulatur einher, was wiederum zu Schmerzen im Unterbauch und erschwertem Wasserlassen führen kann. Wärme in Form von Fußbädern oder auf den Unterbauch gelegten Wärmflaschen kann die Muskulatur entspannen und dadurch Linderung verschaffen.


D-Mannose bei Blasenentzündungen

D-Mannose ist ein natürlich vorkommender Einfachzucker mit einem besonderen Wirkprinzip und ist zur Steigerung des Wohlbefindens bei Blasenentzündungen geeignet. D-Mannose durchläuft den Körper nach der Einnahme beinahe ohne verstoffwechselt zu werden. Im Harntrakt angelangt bindet D-Mannose E. coli Bakterien und sorgt dafür, dass diese ausgeschieden werden.



So kann man Blasenentzündungen vorbeugen

Um das Risiko einer Blasenentzündung möglichst gering zu halten, gibt es ein paar Richtlinien, an die man sich halten sollte und die auch einfach umzusetzen sind:

  • Genügend trinken (mindestens 1,5 Liter täglich) und bei Harndrang möglichst schnell auf die Toilette gehen. So wird die Harnröhre regelmäßig ausgespült und Bakterien können nicht so leicht in die Blase aufsteigen.

  • Auf die richtige Intimhygiene achten. Der Intimbereich sollte gründlich und ausschließlich mit warmem Wasser, ohne Zugabe von Reinigungsmitteln, gewaschen werden, um die Schleimhäute nicht unnötig zu reizen. Auf der Toilette sollte nach dem Stuhlgang keinesfalls von hinten nach vorne gewischt werden - dadurch könnten Bakterien in die Harnröhre und in weiterer Folge in die Blase gelangen.

  • Nasse Kleidungsstücke möglichst schnell wechseln und immer darauf achten frische und saubere Unterwäsche zu tragen, die mit mindestens 60° gewaschen wurde.

  • Nach dem Geschlechtsverkehr sollten Frauen möglichst schnell ihre Blase entleeren, um Bakterien, die in die Harnröhre gelangt sind, auszuspülen. Als Verhütungsmethode sind Kondome ratsam, sie liefern zuverlässigen Schutz vor Erregern.

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