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Gelenksbeschwerden - 7 natürliche Apothekertipps für mehr Beweglichkeit

Gelenksschmerzen sind in Österreich wie in allen westlichen Ländern weit verbreitet. Der Anteil der Betroffenen steigt mit dem Alter, aber auch junge Menschen sind zunehmend betroffen, sei es durch ein „Zuviel“, ein „Zuwenig“ an Bewegung, oder falsche Bewegungen. Anhaltende Schmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden! In der Apotheke gibt es ein breites Angebot an homöopathischen, pflanzlichen und synthetischen Arzneimitteln zur Linderung von Gelenksbeschwerden. Für diejenigen, die selbst Hand anlegen wollen, habe ich hier ein paar bewährte Hausmittel und Tipps zusammengestellt:

· Ölverschmiert: Pfefferminz und Eukalyptus

Pfefferminze enthält viel Menthol – und dieses wirkt auf die Kälterezeptoren der Haut. Massiert man nun Pfefferminzöl in die schmerzende Stelle ein, spürt man rasch den kühlenden und schmerzlindernden Effekt.

Eine Alternative ist Eukalyptusöl: das enthaltene Cineol wirkt krampflösend, lokal durchblutungsfördernd und hat eine antientzündliche Wirkung, das Öl kann ebenso einfach in die betroffenen Stellen einmassiert werden.

Bild: congerdesign auf Pixabay



Wer es exotisch mag: Weihrauch und Kurkuma

In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda werden Weihrauch und Kurkuma als Heilpflanzen geschätzt und unter anderem auch bei Gelenksschmerzen eingesetzt. Klinische Studien nach westlichen Standards lassen dahingehend auch optimistisch sein, allerdings werden weitere und umfangreichere Studien gefordert.

Die in Weihrauch enthaltenen Wirkstoffe wie Boswelliasäuren sollen vor allem gegen die für Arthrose typischen Entzündungen helfen.

Bild: Bruno Glätsch auf Pixabay


Das in Kurkuma enthaltene Curcumin zeigt unter anderem entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung. Um eine ausreichende Dosierung zu erreichen, ist das alleinige Würzen mit Kurkuma aber zu wenig – hier sollte doch auf Apotheken-Präparate zurückgegriffen werden.


Sonst gibt’s einen Wickel: Senf, Topfen oder Kraut

Wickel gehören zu den bewährten Hausmitteln, die in einem modernen Setting oft zu antiquiert wirken – letztendlich aber immer noch gute Erfolge erzielen können. Bei Gelenksbeschwerden haben sich drei Varianten etabliert:

Senf: Senfwickel haben einen schmerzlindernden, durchblutungsfördernden, entzündungshemmenden und wärmenden Effekt. So wird der Wickel gemacht:

- Senfkörner (erhältlich im Fachhandel oder der Apotheke) kurz vor Anwendung mahlen, damit bleiben die ätherischen Öle am besten erhalten. Für einen Wickel benötig man ungefähr vier bis fünf Esslöffel Senfmehl.

- Das Senfmehl dann mit heißem Wasser (aber nicht über 50 Grad) zu einem Brei vermischen.

- Den Senfbrei dann auf ein Baumwolltuch auftragen und auf die betroffene Stelle legen, mit einem weiteren Baumwolltuch abdecken und fixieren – fertig!

- Der Senfwickel soll nach 10-15 Minuten (bei Kindern maximal 5 Minuten) entfernt werden und nur einmal pro Tag angelegt werden.

Topfen: Topfen enthält Kasein, welches kühlt und desinfizierende Eigenschaften besitzt. Die Anwendung ist ähnlich dem Senfwickel:

- Zimmerwarmen Topfen 1cm dick auf ein Tuch auftragen und auf die betroffene Stelle legen

- Nach 15 Minuten wieder abnehmen, einmal pro Tag anwenden

Kraut: Krautwickel lassen die Haut schneller abschwellen, indem sie dem Gewebe Wasser entziehen. Auch ein Krautwickel ist schnell angelegt:

- Die Blätter des Krauts waschen und trocknen, dann die Mittelrippe entfernen

- Die Blätter mit einem Nudelholz o.ä. walzen und versetzt auf die betroffene Stelle schichten, danach mit einem Tuch fixieren. Die Wirkung kann noch verstärkt werden, wenn eine Klarsichtfolie zusätzlich herumgewickelt wird. Der Krautwickel wird über Nacht angewendet und kann gegebenenfalls wiederholt werden.


Bild: Ylanite Koppens auf Pixabay

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