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Harnwegsinfekte - 5 natürliche Apothekertipps für Blase und Harnwege

Der Harnwegsinfekt: Eine Blasenentzündung, die durch eine bakterielle Infektion der Harnwege zu einer Entzündung der Schleimhaut führt. Typische Symptome: Brennen und Schmerzen beim Urinieren, Harndrang und Probleme, den Harn zu halten. Frauen sind aufgrund der kürzeren Harnröhre wesentlich häufiger betroffen als Männer.

Die Therapie besteht in der Gabe von Antibiotika, womit der Infekt üblicherweise innerhalb weniger Tage abklingt. Wird nichts dagegen unternommen, kann die Entzündung mehrere Wochen andauern und chronisch werden oder auch Folgeerkrankungen verursachen. So weit, so bekannt und schmerzhaft.

Doch gibt es nicht, was man bzw. Frau außer Antibiotika einzunehmen noch unternehmen kann? Doch. Und hier meine Apotheker-Tipps:




D-Mannose

D-Mannose bindet die Bakterien, die sich sonst an die Schleimhaut heften würden, und scheidet sie einfach über den Urin aus. Da die Mannose eine Zuckerart ist, ist die Einnahme selbst für Schwangere und Kinder unbedenklich. D-Mannose ist als Nahrungsergänzungsmittel in Apotheken oder bei uns im Shop – in 100% Reinform, ohne Zusatzstoffe - erhältlich.










Kapuzinerkressekraut und Meerrettichwurzel

Die beiden Pflanzen enthalten Senföle, die mit bestimmten Enzymen in Bakterien reagieren und dadurch deren Stoffwechsel stören – die Pflanzen haben somit auch eine antibakterielle Wirkung. Am besten in der Apotheke nach entsprechenden Produkten fragen!

Bild: Utroja0 auf Pixabay


Cranberry


Die Cranberry (Großfruchtige Moosbeere) ist mittlerweile weitgehend als Hilfe bei Harnwegsinfekten bekannt – in Fachkreisen wird ihre Wirksamkeit immer noch diskutiert, da unterschiedliche Studienergebnisse vorliegen. Ihre Wirkung soll darauf beruhen, dass manche ihrer Inhaltsstoffe (Anthocyanidine und Proanthocyanidine) die Anheftung von Bakterien an die Schleimhaut des Harntraktes verhindern können, ähnlich wie bei D-Mannose. Auch Cranberry ist in Fertigprodukten in den Apotheken erhältlich.

Bild: Zdeněk Chalupský auf Pixabay


Prophylaxe

Vorbeugen ist immer der beste Zugang, und das bedeutet bei Blasenentzündungen vor allem: Warmhalten! Nach dem Schwimmen im Sommer die Badesachen gleich ausziehen. Und: regelmäßige Intimhygiene – wobei klares Wasser ausreichend ist.

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